Ausbildungsberufe – Tiefbaufacharbeiter / Rohrleitungsbauer
Zur Versorgung der Bevölkerung mit Wasser, Gas, Öl und Fernwärme werden jährlich in Deutschland mehr als 15.000 km Druckrohrleitung neu verlegt. Darüber hinaus müssen bestehende Rohrleitungssysteme gewartet und repariert werden. Die Ausführung dieser vielseitigen Arbeiten ist die Aufgabe des Rohrleitungsbauers.
Voraussetzungen:
- Handwerkliches Geschick
- Interesse am Umgang mit modernen Maschinen, Geräten und Baustoffen
- Verantwortungsbewusstsein
- Spaß an der Arbeit im Freien und einer körperlich anspruchsvollen Tätigkeit
- Hauptschul-, Realschulabschluss oder Abitur
Tätigkeit:
Der Rohrleitungsbauer verlegt Rohrleitungen nach Lage-, Höhen- sowie Verlegeplänen. Dazu setzt er optische Vermessungsgeräte ein. Rohrgräben und Baugruben sind entsprechend den technischen Vorgaben und unter Erfüllung der Unfallverhütungsvorschriften einzurichten. Zu den Aufgaben des Rohrleitungsbauers gehört die Herstellung der Rohrleitungssysteme aus Stahl, Gusseisen oder Kunststoffen. Das Zusammenfügen der Rohre, der Einbau von Schiebern oder Formstücken, das fachgerechte Einbringen und Verdichten der Rohrbettung, das Verlegen der Leitungen, das Herstellen von Widerlagern und die Druckprüfung von Rohrleitungen müssen von ihm ebenso beherrscht werden.
Große Sorgfalt erfordert auch die Wiederverfüllung der Rohrgräben und Baugruben. Moderne Geräte und Maschinen unterstützen bei diesen Tätigkeiten.
Ausbildung:
1. Ausbildungsjahr:
- Spezialausbildung im Betrieb (11 Wochen) Berufsschule (14 Wochen) Überbetriebliche Ausbildung (27 Wochen)
2. Ausbildungsjahr:
- Spezialausbildung im Betrieb (25 Wochen) Berufsschule (13 Wochen) Überbetriebliche Ausbildung (14 Wochen)
- Abschluss zum Tiefbaufacharbeiter mit Schwerpunkt Rohrleitungsbau
- Bei gutem Abschluss des Tiefbaufacharbeiters besteht die Möglichkeit die Ausbildung um 12 Monate zu verlängern und den qualifizierten Abschluss des Rohrleitungsbauers als Spezialfacharbeiter zu erlangen.
3. Ausbildungsjahr:
- Spezialausbildung im Betrieb (34 Wochen) Berufsschule (10 Wochen) Überbetriebliche Ausbildung (mind. 6 Wochen)
- Abschluss zum Rohrleitungsbauer
1. - 3. Ausbildungsjahr:
- Überbetriebliche Ausbildung in den Ausbildungszentren Essen und Kerpen durch erfahrene Ausbilder der Bauindustrie; Berufsschule in Essen, Gewerbliche Schulen der Stadt Essen.
Chancen: Rohrleitungsbauer können sich vielfältig spezialisieren. Zum Beispiel zum Stahlrohr- oder Kunststoffrohrschweißer, beides gesuchte und wertvolle Fachleute. Nach dreijähriger Berufspraxis kann die Prüfung zum Rohrnetzmeister abgelegt werden. Die weitere Ausbildungsmöglichkeit zum staatlich geprüften Techhniker und das Studium mit Abschluss als Diplom-Ingenieur stehen den Zielstrebigen und Begabten offen.
Bewerbungsadresse:
HORLEMANN Rohrleitungs- und Anlagenbau GmbH
Herrn Dipl.-Ing. H. J. Eisengräber
Horlemannplatz 1
47589 Uedem

